
Kamelle, der Prinz kütt.
Für viele Besucher ist es das Tüpfelchen auf dem i. Die in vielen Reihen auf den Straßen ausharrenden Jecken versuchen neben Blicken auf den Zug auch etwas von den tonnenweise geworfenen „Kamelle“, zu erhaschen.
Das ursprünglichste Wurfmaterial ist Konfetti. Es bezeichnete schon früher Süßigkeiten, mit denen sich die maskierten Karnevalsteilnehmer bewarfen. Das waren überzuckerte Mandeln, Nüsse und auch Nachahmungen von Eis.
Heute besteht das Wurfmaterial längst nicht mehr nur aus Kamelle, also Bonbons. So werden Blumen, Stofftiere, Bälle, Chipstüten, Gummibärchen, Popcorn und verpackte Kekse von den Karnevalswagen geworfen.
Dabei kommt es entscheidend auf die gute Qualität der Produkte an.
Das gilt natürlich auf für das Konfetti, dass heute spektakulär über das Narrenvolk gebracht wird. Vom Süßen zum Special-Effekt, so lässt sich die Geschichte der bunten Papierschnippsel am besten beschreiben. Neben dem herkömmlichen bunten Papierkonfetti gibt es heute vielfältige Materialien und Formen, die mit Co2 Kanonen eindruckvoll in die Luft geschossen werden. Sogenanntes Slow-Fall-Confetti aus Seidenpapier bleibt dabei bis zu 10 x länger in der Luft und erfüllt ganze Straßenzüge.
Das moderne Papierkonfetti ist umweltverträglich und verrottet nach kurzer Zeit oder besteht sogar nur noch aus Reispapier und nennt sich Biokonfetti.
Eine alternative ist auch das Werfen von verpacktem Konfetti, z.B. in 20g Beuteln, hier entscheiden die Narren selber wann und wo der Spaß zum Einsatz kommt. Immer mehr Menschen entwickeln auch hier eine Sammelleidenschaft und bewahren ihr Kultobjekt einfach auf.
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