Das traditionelle Martinsgans-Essen ( Martinigans oder Martinigansl) hat seinen Ursprung laut der Legende in einer Episode aus Martins Leben:
Als man ihn zum Bischof von Tours ernennen wollte, versteckte er sich in einem Gänsestall, weil ihm die hohe Verantwortung Angst machte.
Die Gänse schnatterten so laut, dass Martin gefunden wurde. Als „Strafe“ werden daher an seinem Gedenktag die Gänse verspeist. Einer anderen Erzählung nach verwandten die Bürger von Tours eine List: Rusticus ging nämlich zu Martins Versteck und bat diesen, seine kranke Frau zu besuchen. Hilfsbereit, wie Martin nun einmal war, nahm er seine Sachen, um Rusticus nach Hause zu begleiten. Wahrscheinlich sah er ziemlich schmutzig aus – als habe er eine Zeit lang in einem Gänsestall gelebt.